Arbeitssieg bringt Arbon zurück auf die Erfolgsspur
Nach den freien Ostertagen und zuletzt schwieriger Vorbereitung stand für die Arbonerinnen am Samstag das Heimspiel gegen den ATV/KV Basel auf dem Programm. Das Ziel war klar, das Team von Trainer Kuzo wollte zurück auf die Siegesspur. Die Voraussetzungen dafür waren jedoch nicht optimal, da unter der Woche die Trainingspräsenz aufgrund Ferienabwesenheiten ungewohnt tief war. Zudem fehlte es insbesondere auf der Torhüterinnenposition an Optionen, weshalb Elisa Hebibi aus der zweiten Mannschaft zu ihrem ersten Einsatz in dieser Saison im Damen 1 kam.
Der Start in die Partie verlief zunächst träge. Lange Angriffe prägten die Anfangsphase, ehe der HC Arbon nach rund drei Minuten mittels Tempogegenstoss den ersten Treffer erzielte. In der Folge erspielte sich das Heimteam zwar gute Chancen, wurde jedoch immer wieder regelwidrig gestoppt. Captain Kim Moser übernahm Verantwortung und verwandelte sämtliche fünf 7-Meter souverän, notabene alle in den ersten 15 Minuten. Trotz spielbestimmender Rolle stand nach einer Viertelstunde lediglich ein 9:6-Vorsprung zu Buche. Viele guten Chancen wurden nicht verwertet, auch das Aluminium am gegnerischen Tor wurde in dieser Phase mehrfach getestet. Bis zur Pause pendelte sich dieser Vorsprung ein. Mit der Einwechslung von Stefanie Lopar kam spürbar mehr Dynamik ins Spiel. Innert zwei Minuten erzielte sie drei Treffer in Serie und setzte wichtige Impulse im Angriff. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit gelang jedoch beiden Teams offensiv nur noch wenig, sodass es mit einer 15:11-Führung in die Kabine ging. Das Trainerteam zeigte sich grundsätzlich zufrieden, sah jedoch insbesondere in der Chancenauswertung noch deutliches Verbesserungspotenzial.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst geprägt von wenig Druck auf das gegnerische Tor. Zu häufig wurde der Abschluss über den Kreis gesucht, wodurch sich Fehler einschlichen. In der 35. Spielminute wurde der Ball dann wieder geduldig bis auf die linke Flügelspielerin Bissegger weitergespielt, die erfolgreich abschloss und damit den Bann brach. Kurz darauf führte ein ähnlicher Angriff über die rechte Seite zum nächsten Treffer, wodurch der Vorsprung zwischenzeitlich auf sechs Tore anwuchs. In der Folge kam es jedoch zu einem Bruch im Spiel der Arbonerinnen. Vor allem in der Defensive fehlte plötzlich der Zugriff. Der Rückzug war zu langsam, die Aggressivität liess nach und Basel nutzte diese Phase konsequent aus. Mit fünf Treffern in Serie verkürzten die Gäste innert kurzer Zeit auf nur ein Tor. Doch das Heimteam zeigte eine Reaktion. Mit einem kleinen Ruck fing sich der HC Arbon wieder, stabilisierte die Defensive und setzte sich bis zur 50. Spielminute erneut auf drei Tore ab. Auch die eingewechselte Hebibi im Tor zeigte eine gute Leistung und half dem Team mit vier Paraden. In der Schlussphase agierten die Arbonerinnen abgeklärt, kontrollierten das Spielgeschehen und verwalteten den Vorsprung souverän bis zum Schlusspfiff.
Am Ende resultierte ein verdienter 32:26-Erfolg, auch wenn spielerisch nicht alles nach Wunsch verlief. Es war ein typischer Arbeitssieg, der zwei weitere Punkte einbringt. Der HC Arbon bleibt damit an der Tabellenspitze, zwei Runden vor Saisonende gilt es nun, diese Position zu verteidigen.
ATV/KV Basel - HC Arbon 24:35 (13:18)
Arbon Kybunhalle, 51 Zuschauer, SR Lindberg Daniel / Rüegg Fabian
HC Arbon: Trentin (7 Paraden), Hebibi (4 Paraden); Bissegger (1), Hochreutener (3), Kerestély (4), Lopar (8), Moser (5/5), Petricevic (2), Rothacker (2), Stacher (2), Stark L. (1), Suter (1), Windler (3)
ATV/KV Basel: Brencklé (4 Paraden), Dehning (2 Paraden); Ebi, Estermann (5/1), Hofer (3), Martinez (2), Milosevic, Nüssli (3), Scherb (5/3), Zuber (3)
7 m-Statistik: HC Arbon 5 von 5 – ATV/KV Basel 4 von 5
Strafen: HC Arbon 2 × 2 min – ATV/KV Basel 5 × 2 min
12.04.26, Seline Stacher