Erneute Niederlage trotz kämpferischer Leistung
Gute Reaktion aber noch keine Punkte
Nach der zu hohen Niederlage gegen die Spono Eagles zeigte sich der HC Arbon am vergangenen Samstag auswärts gegen SG Handball Nordwest (ehemals HSG Leimental) stark verbessert. Trotz der 29:24-Niederlage war die Leistung in vielen Bereichen ein deutlicher Schritt nach vorne.
Beide Teams starteten nervös in die Partie. Die Arbonerinnen fanden jedoch besser ins Spiel und wussten die Lücken in der offensiven Deckung der Gegnerinnen geschickt zu nutzen. Die Rückraumspielerinnen zeigten sich torgefährlich und auch Petricevic auf der ungewohnten Kreisposition wusste sich positiv in Szene zu setzen. Die Defensive stand im Vergleich zur Vorwoche deutlich stabiler und bekam zudem starken Rückhalt von Torhüterin Joelle Stark. Diese kompakte Abwehrarbeit gab der Mannschaft Sicherheit, was nach elf Minuten zu einer verdienten Führung für die Thurgauerinnen führte. Dann jedoch die erste Schwächephase: Technische Fehler und überhastete Abschlüsse luden die Baslerinnen zu einfachen Toren ein. Mit vier Treffern in Serie drehten sie das Spiel. Die Partie blieb dennoch auf Augenhöhe – geprägt von vielen Fehlern und vergebenen Chancen auf beiden Seiten.
Nach Wiederanpfiff verteidigte Arbon über acht Minuten ohne Gegentor, konnte in derselben Zeit allerdings nur zwei eigene Treffer erzielen. In der Folge übernahm SG Handball Nordwest erneut das Spieldiktat, doch Arbon blieb dran. Vor allem Lea Rothacker überzeugte mit schnellen Durchbrüchen und hielt ihr Team mit ihren Toren im Spiel. In der 54. Minute kamen die Gäste nochmals auf zwei Tore heran, doch die Kräfte schwanden – zu deutlich war die Belastung durch das zweite Spiel in Folge mit nur zwei Auswechselspielerinnen.
Die Punkte blieben im Baslerbiet, doch die Arbonerinnen zeigten eine kämpferisch starke Leistung, auf der sich aufbauen lässt. Trainer Kuzo zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem Einsatz und Teamgeist seiner Mannschaft.
Mit Blick nach vorne gibt es jedoch noch Arbeit: Das Team braucht noch etwas Zeit, um sich weiter einzuspielen und damit auch taktisch noch konstanter zu agieren. Sobald einige derzeit verletzte Spielerinnen zurückkehren, wird die Breite im Kader steigen – was in intensiven Spielen entscheidend sein kann. Besonders in der Offensive gilt es, die Abschlussquote zu verbessern und technische Fehler zu reduzieren. In den kommenden zwei Wochen wird intensiv weitergearbeitet, bevor es im Derby gegen LC Brühl II um die nächsten wichtigen Punkte geht.
SG Handball Nordwest - HC Arbon 29:24 (14:11)
Therwil 99er, 91 Zuschauer, SR Kappler Stefan und Wedrychowski Christophe
SG Handball Nordwest: Beck (18 Paraden), Kanoute; Brogle (3), Bütikofer (2/1), Gallacchi (3), Kohlbrenner C. (5), Kohlbrenner S. (1), Moor (2), Morf (2), Muzzolini (3/1), Schwaiger (3), Tamburini (1), Zimmerli (4)
HC Arbon: Kara, Stark J. (9 Paraden), Trentin (1 Parade); Bissegger, Lopar (5), Petricevic (3), Rothacker (7), Stacher (2), Stark L. (3/1), Stohler (1), Suter (3)
7m Statistik: SG Handball Nordwest 2 von 4 - HC Arbon 1 von 2
Strafen: 1 x 2 min gegen SG Handball Nordwest – 2 x 2 min gegen HC Arbon
14.09.25, Seline Stacher